Katzenpflege & Gesundheit – Der umfassende Ratgeber für ein langes, glückliches Katzenleben

Katzen sind anspruchsvolle, sensible Tiere. Wer sie gut pflegt, sorgt nicht nur für ein schönes Äußeres, sondern schützt aktiv ihre Gesundheit. Regelmäßige Pflege, eine passende Ernährung und tierärztliche Vorsorge helfen dabei, Krankheiten früh zu erkennen und die Lebensqualität langfristig zu erhalten. Welche Grundausstattung im Alltag wirklich sinnvoll ist, haben wir bereits im Beitrag Was braucht eine Katze? – Die komplette Grundausstattung für Katzenhalter ausführlich zusammengefasst.

BereichKurz erklärtWarum es wichtig ist
FellpflegeRegelmäßig bürstenWeniger Haarballen & Hautprobleme
ZahnpflegeKontrolle & ReinigungZahnkrankheiten sind sehr verbreitet
ParasitenVorbeugung einhaltenSchutz vor Infektionen
ImpfungenRegelmäßig auffrischenVerhindert schwere Erkrankungen
ErnährungFleischreich & mit TaurinBasis für Organ- & Herzgesundheit
SeniorenpflegeEngmaschige KontrolleAlterskrankheiten früh erkennen



1. Warum regelmäßige Katzenpflege so wichtig ist

Katzen gelten als sehr selbstständig, doch genau das führt oft dazu, dass ihre Pflege unterschätzt wird. Obwohl sie viel Zeit mit Putzen verbringen, können sie viele gesundheitliche Risiken nicht selbst ausgleichen. Probleme entwickeln sich schleichend und bleiben lange unbemerkt.

Regelmäßige Pflege hilft dabei:

  • Veränderungen am Körper früh wahrzunehmen

  • Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen

  • Schmerzen und Stress zu vermeiden

  • Vertrauen zwischen Mensch und Katze aufzubauen

Gerade weil Katzen Beschwerden gut verbergen, ist Pflege immer auch ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge.

Auch der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass regelmäßige Beobachtung und Pflege eine zentrale Rolle in der Krankheitsvorsorge spielen

2. Fellpflege – die Basis für Wohlbefinden

Ein gesundes Fell schützt die Katze vor Kälte, Hitze und äußeren Einflüssen. Gleichzeitig zeigt es sehr zuverlässig, ob es der Katze gut geht. Stumpfes Fell, Schuppen oder kahle Stellen sind oft erste Anzeichen für Stress, Nährstoffmangel oder Erkrankungen.

2.1 Wie oft sollte man bürsten?

Die richtige Häufigkeit hängt vom Felltyp und vom Alter ab:

  • Kurzhaarkatzen: 1–2× pro Woche

  • Langhaarkatzen: möglichst täglich

  • Senioren: häufiger, da sie weniger beweglich sind

2.2 Vorteile regelmäßiger Fellpflege

Durch das Bürsten werden lose Haare entfernt und die Hautdurchblutung angeregt. Gleichzeitig lassen sich kleine Veränderungen schneller erkennen.

Typische Vorteile sind:

  • weniger Haarballen

  • weniger Verfilzungen

  • frühzeitiges Erkennen von Parasiten

  • entspannende Wirkung auf viele Katzen

2.3 Tipps für ältere oder empfindliche Katzen

Senioren und sensible Katzen profitieren von besonders weichen Bürsten und kurzen Pflegeritualen. Ebenso wichtig ist ein ruhiger, gut gepolsterter Schlafplatz, in dem sich die Katze nach der Pflege entspannen kann. Viele Halter machen gute Erfahrungen mit einem quadratischen, besonders weichen Katzenbett, da es Gelenke entlastet und Sicherheit vermittelt.
Warum der richtige Schlafplatz so entscheidend ist, erklären wir auch im Beitrag
Der perfekte Schlafplatz für deine Katze.

3. Baden – nur wenn es wirklich notwendig ist

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Katzen regelmäßig gebadet werden müssen. In den allermeisten Fällen ist das nicht nötig und kann sogar Stress verursachen.

3.1 Situationen, in denen ein Bad sinnvoll ist

Ein Bad ist nur dann ratsam, wenn:

  • sich giftige oder stark verschmutzende Stoffe im Fell befinden

  • der Tierarzt ein medizinisches Bad empfiehlt

  • alte oder kranke Katzen sich nicht mehr selbst reinigen können

3.2 So badet man eine Katze richtig

Wenn ein Bad nötig ist, sollte es gut vorbereitet sein:

  • lauwarmes Wasser

  • rutschfester Untergrund

  • spezielles Katzen-Shampoo

  • gründliches Abtrocknen danach

3.3 Häufige Fehler vermeiden

Menschen-Shampoo, hektische Bewegungen oder zu heißes Wasser können Haut und Vertrauen schädigen. Ein Bad sollte niemals zur Routine werden.

4. Zahnpflege – eine der wichtigsten Gesundheitsroutinen

Zahnerkrankungen gehören zu den häufigsten Problemen bei Katzen. Sie verursachen Schmerzen und können langfristig auch innere Organe belasten.

4.1 Wöchentliche Kontrolle

Ein kurzer Blick ins Maul reicht oft schon aus. Dabei sollte man auf Folgendes achten:

  • Zahnstein

  • gerötetes Zahnfleisch

  • unangenehmen Geruch

4.2 Professionelle Zahnreinigung

Eine regelmäßige Zahnreinigung beim Tierarzt entfernt hartnäckigen Zahnstein gründlich. Viele Katzen zeigen danach mehr Aktivität und besseren Appetit.

4.3 Warnsignale für Zahnprobleme

Typische Anzeichen sind:

  • Mundgeruch

  • vorsichtiges oder einseitiges Kauen

  • Sabbern

  • Rückzug

5. Krallen-, Pfoten-, Ohren-, Augen- und Nasenpflege

Neben Fell und Zähnen gibt es mehrere Körperbereiche, die im Alltag leicht übersehen werden, aber wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand einer Katze geben. Gerade hier zeigen sich Probleme oft früh – wenn man weiß, worauf man achten muss.

5.1 Krallen & Pfoten richtig pflegen

Vor allem Wohnungskatzen nutzen ihre Krallen deutlich weniger ab als Freigänger. Werden sie zu lang, kann das schmerzhaft werden, weil sich die Krallen einrollen und in die Ballen drücken. Viele Katzen verändern dann unauffällig ihr Gangbild oder bewegen sich weniger.

Typische Hinweise darauf, dass die Krallen gekürzt werden sollten, sind:

  • hörbares Klackern auf glatten Böden

  • sichtbar eingerollte Krallen

  • empfindliche oder gerötete Pfoten

Beim Kürzen sollte nur der durchsichtige Teil der Kralle geschnitten werden. Kratzbäume und Kratzmatten helfen zusätzlich, den natürlichen Abrieb zu fördern und beugen Problemen vor.

5.2 Ohrenpflege – was normal ist und was nicht

Gesunde Katzenohren sind sauber, hellrosa und geruchlos. Kleine Mengen Ohrenschmalz sind normal und kein Grund zur Sorge. Auffälligkeiten entstehen meist schleichend und werden deshalb oft spät bemerkt.

Warnsignale, bei denen ein Tierarzt aufgesucht werden sollte, sind:

  • dunkler oder krümeliger Belag

  • häufiges Kopfschütteln oder Kratzen

  • unangenehmer Geruch

Zur Reinigung reicht in der Regel ein leicht feuchtes Tuch oder ein spezielles, vom Tierarzt empfohlenes Ohrreinigungsmittel. Wattestäbchen sollten vermieden werden, da sie das Ohr verletzen können.

5.3 Augenpflege im Alltag

Die Augen einer Katze reagieren empfindlich auf Infektionen, Zugluft oder Reizstoffe. Ein leichter Tränenfluss kann normal sein, besonders bei bestimmten Rassen oder bei Wetterwechseln. Wichtig ist jedoch, Veränderungen ernst zu nehmen.

Unauffällige Verschmutzungen lassen sich vorsichtig mit einem fusselfreien, leicht angefeuchteten Tuch entfernen. Bleibt der Ausfluss jedoch dauerhaft bestehen, verfärbt sich gelblich oder geht mit Rötungen einher, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Früh erkannt lassen sich viele Augenprobleme gut behandeln.

5.4 Worauf die Nase Hinweise geben kann

Die Nase einer Katze ist ein guter Indikator für ihr allgemeines Befinden. Eine leicht feuchte, kühle Nase gilt als normal. Kurzzeitige Trockenheit kann ebenfalls unproblematisch sein, etwa nach dem Schlafen.

Auffällig und abklärungsbedürftig sind jedoch:

  • dauerhaft trockene oder rissige Nase

  • Krusten oder Verfärbungen

  • begleitende Symptome wie Mattigkeit oder Appetitlosigkeit

Solche Veränderungen können auf Flüssigkeitsmangel, Infekte oder andere gesundheitliche Probleme hinweisen.

Praxis-Tipp aus dem Alltag

Eine gute Pflege beginnt nicht erst beim Tierarzt, sondern bei den kleinen Dingen im Alltag. Ruhige Schlafplätze, rutschfeste Näpfe und geeignete Kratzmöglichkeiten helfen Katzen dabei, sich sicher zu fühlen und gesund zu bleiben.

Diese Basics erleichtern Pflege & Alltag besonders:

  • 🛏️ Weiche Schlafplätze, die Gelenke entlasten – vor allem bei älteren Katzen

  • 🍽️ Rutschfeste Näpfe & Napfunterlagen, damit Futter stressfrei aufgenommen wird

  • 🐾 Kratzmöglichkeiten, um Krallen natürlich abzunutzen und Möbel zu schonen

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6. Parasitenprophylaxe & Entwurmung

Parasiten zählen zu den häufigsten Gesundheitsrisiken bei Katzen. Sie sind nicht nur unangenehm, sondern können auch ernsthafte Krankheiten übertragen. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme sind nicht nur Freigänger betroffen – auch Wohnungskatzen können Parasiten einschleppen, etwa über Schuhe oder andere Tiere.

Häufige Parasiten bei Katzen

Zu den typischen Parasiten zählen Flöhe, Zecken sowie verschiedene Wurmarten. Während Flöhe starken Juckreiz und Hautprobleme verursachen können, übertragen Zecken gefährliche Krankheitserreger. Würmer bleiben oft lange unbemerkt, belasten aber den Organismus erheblich.

6.1 Empfohlene Intervalle für Schutzmaßnahmen

Die Häufigkeit von Entwurmung und Parasitenprophylaxe hängt vom Lebensstil der Katze ab. Viele Tierärzte empfehlen:

  • eine Wurmkur alle drei bis sechs Monate

  • regelmäßigen Floh- und Zeckenschutz im Abstand von vier bis zwölf Wochen

Welche Präparate geeignet sind, sollte individuell mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

6.3 Risiken für Wohnungskatzen & Freigänger

Freigänger haben ein höheres Risiko durch Kontakt mit Beutetieren und anderen Katzen. Wohnungskatzen sind jedoch nicht automatisch geschützt. Gerade deshalb ist eine realistische Einschätzung des individuellen Risikos wichtig, um weder zu viel noch zu wenig zu behandeln.

Fazit – Geborgenheit zum Schnurren

Ein perfekter Schlafplatz ist mehr als nur ein Bett – er ist der Ort, an dem sich deine Katze sicher, geborgen und geliebt fühlt.
Achte auf Ruhe, Komfort, Wärme und Sauberkeit – so schaffst du die ideale Wohlfühlzone für deinen Stubentiger.


„Das Katzenbett ist sehr hochwertig in der Verarbeitung. Unser Kater liebt das Bett – er will auch nicht mehr wo anders schlafen.“
— Paul F., zufriedener Katzenhalter


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7. Vorsorgeuntersuchungen & Impfungen

Regelmäßige Tierarztbesuche gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, um die Gesundheit einer Katze langfristig zu erhalten. Viele Erkrankungen lassen sich deutlich besser behandeln, wenn sie früh erkannt werden.

7.1 Standardimpfungen

In Deutschland gelten Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche als Basis. Freigänger sollten zusätzlich gegen Tollwut geimpft werden. Die FeLV-Impfung wird je nach Lebenssituation empfohlen.

7.2 Wie oft zur Vorsorge?

Für gesunde erwachsene Katzen reicht in der Regel ein jährlicher Gesundheitscheck aus. Ab einem Alter von etwa sieben bis zehn Jahren empfehlen viele Tierärzte halbjährliche Untersuchungen, da altersbedingte Erkrankungen häufiger auftreten.

7.3 Welche Untersuchungen sinnvoll sind

Bei der Vorsorgeuntersuchung werden unter anderem Gewicht, Zähne, Herz, Lunge sowie Haut und Fell kontrolliert. Bei älteren Katzen oder bei Auffälligkeiten können Blut- und Urinuntersuchungen sinnvoll sein, um Organe frühzeitig zu überprüfen.

8. Ernährung, Wasseraufnahme & sichere Umgebung

Eine artgerechte Ernährung und eine sichere Umgebung bilden das Fundament für ein gesundes Katzenleben. Fehler in diesen Bereichen wirken sich oft langfristig aus.

8.1 Grundprinzipien gesunder Katzenernährung

Katzen sind reine Fleischfresser. Ihr Futter sollte deshalb überwiegend aus tierischem Protein bestehen und nur wenige Kohlenhydrate enthalten. Taurin ist ein lebenswichtiger Nährstoff, der unbedingt ausreichend enthalten sein muss. Nassfutter unterstützt zusätzlich die Flüssigkeitsaufnahme.

8.2 Flüssigkeitsaufnahme fördern

Viele Katzen trinken von Natur aus wenig. Um Nierenerkrankungen vorzubeugen, kann man die Wasseraufnahme fördern, zum Beispiel durch:

  • mehrere Wassernäpfe an ruhigen Orten

  • Trinkbrunnen

  • einen hohen Anteil an Nassfutter

8.3 Eine katzensichere Wohnung gestalten

Eine sichere Umgebung schützt vor Unfällen und Stress. Dazu gehört, Fenster zu sichern, giftige Pflanzen zu entfernen und kleine Gegenstände außer Reichweite zu halten. Auch Rückzugsorte und erhöhte Liegeflächen tragen zum Wohlbefinden bei.

9. Pflege im Alter – besondere Bedürfnisse von Senior-Katzen

Mit zunehmendem Alter verändern sich Beweglichkeit, Stoffwechsel und Verhalten. Viele ältere Katzen benötigen mehr Unterstützung im Alltag, ohne dass dies auf den ersten Blick auffällt.

Angepasste Pflegeroutinen

Senior-Katzen profitieren von sanfter, regelmäßiger Pflege. Weiche Bürsten, niedrige Einstiege zu Schlafplätzen und leicht erreichbare Toiletten erleichtern den Alltag erheblich.

Typische Altersveränderungen erkennen

Gewichtsverlust, vermehrtes Trinken, geringere Aktivität oder verändertes Schlafverhalten können Hinweise auf altersbedingte Erkrankungen sein. Solche Veränderungen sollten nicht als „normal“ abgetan werden.

Tierärztliche Empfehlungen für Senioren

Viele Tierärzte raten bei älteren Katzen zu zwei Vorsorgeuntersuchungen pro Jahr. So lassen sich Erkrankungen wie Nierenprobleme, Arthrose oder Schilddrüsenerkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln.

10. Monatliche Pflege-Checkliste

Zum Abschluss hilft eine kurze Übersicht, um die wichtigsten Punkte im Blick zu behalten:

  • Fell bürsten und kontrollieren

  • Krallen prüfen

  • Zähne und Zahnfleisch ansehen

  • Ohren und Augen überprüfen

  • Parasitenprophylaxe erneuern

  • Verhalten und Fressgewohnheiten beobachten

Häufige Fragen zur Katzenpflege & Katzengesundheit

Wie oft sollte man eine Katze pflegen?
Die regelmäßige Katzenpflege sollte fest zum Alltag gehören. Kurzhaarkatzen benötigen in der Regel ein- bis zweimal pro Woche Fellpflege, Langhaarkatzen häufiger. Zusätzlich sollten Krallen, Zähne, Ohren und Augen regelmäßig kontrolliert werden, um gesundheitliche Probleme früh zu erkennen.
Nein, Katzen müssen normalerweise nicht gebadet werden. Sie reinigen ihr Fell selbst sehr gründlich. Ein Bad ist nur sinnvoll, wenn die Katze stark verschmutzt ist, giftige Substanzen im Fell hat oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu putzen.
Zahnpflege ist sehr wichtig, da Zahnprobleme bei Katzen häufig auftreten und oft lange unbemerkt bleiben. Eine wöchentliche Kontrolle der Zähne und des Zahnfleischs hilft, Schmerzen, Entzündungen und Folgeerkrankungen frühzeitig zu vermeiden.
Die empfohlene Entwurmung hängt vom Lebensstil der Katze ab. Viele Tierärzte raten zu einer Entwurmung alle drei bis sechs Monate. Auch Wohnungskatzen können betroffen sein und sollten in die Vorsorge einbezogen werden.
Bei Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, verändertem Trinkverhalten, stumpfem Fell oder Rückzug sollte eine Katze zeitnah tierärztlich untersucht werden. Unabhängig davon sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig, um Krankheiten früh zu erkennen.
Gesunde erwachsene Katzen sollten mindestens einmal jährlich zum Gesundheitscheck. Ab dem Seniorenalter empfehlen viele Tierärzte zwei Vorsorgeuntersuchungen pro Jahr.
Eine ausgewogene, fleischreiche Ernährung, regelmäßige Pflege, Parasitenprophylaxe, Zahnpflege sowie eine sichere, stressarme Umgebung bilden die Grundlage für ein langes und glückliches Katzenleben.
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