Ist deine Katze im Herbst auch plötzlich im Kuschelmodus?
Draußen regnet es, die Tage werden kürzer und die Heizung läuft wieder – und deine Katze? Die hat offenbar beschlossen, einen großen Teil des Herbstes zu verschlafen. 😸
Morgens liegt sie noch gemütlich im Katzenbett, nachmittags wird das Sofa erobert und spätestens am Abend scheint der warme Platz in Heizungsnähe reserviert zu sein.
Da kann man sich schon einmal fragen:
Ist meine Katze einfach nur besonders gemütlich – oder schlafen Katzen im Herbst tatsächlich mehr?
Tatsächlich kann sich der Alltag einer Katze mit den Jahreszeiten verändern. Weniger Tageslicht, kühlere Temperaturen und – besonders bei Freigängern – weniger Aktivität im Freien können dazu führen, dass manche Katzen im Herbst mehr Zeit mit Dösen und Schlafen verbringen.
Aber keine Sorge: Ein bisschen mehr Gemütlichkeit ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Entscheidend ist vielmehr, wie sich deine Katze verhält, wenn sie wach ist.
Schauen wir uns also genauer an, was hinter dem herbstlichen Kuschelmodus steckt.
Wie viel schlafen Katzen eigentlich?
Wer mit einer Katze zusammenlebt, weiß: Schlafen gehört eindeutig zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.
Dabei ist allerdings nicht jede Ruhepause echter Tiefschlaf.
Du kennst bestimmt diesen Moment: Deine Katze liegt scheinbar tief und fest schlafend im Bett. Doch irgendwo in der Küche wird eine Futterdose geöffnet – und plötzlich stehen beide Ohren auf Empfang. 😸
Viele dieser Ruhephasen sind nämlich eher ein Dösen. Die Katze entspannt sich, bekommt aber trotzdem mit, was um sie herum passiert.
Daneben gibt es natürlich auch tiefere Schlafphasen, in denen sich der Körper erholt.
Wie viel Ruhe eine Katze braucht, ist sehr individuell. Alter, Gesundheit, Aktivität und Lebensweise spielen dabei eine Rolle. Kitten und ältere Katzen benötigen beispielsweise häufig mehr Schlaf als aktive erwachsene Tiere.
Deshalb musst du nicht mit der Stoppuhr neben dem Katzenbett sitzen.
Viel wichtiger ist die Frage:
Ist das für meine Katze normal?
Wenn deine Samtpfote schon immer eine kleine Schlafmütze war, sind lange Ruhephasen etwas anderes als eine Katze, die plötzlich nur noch schläft und kaum Interesse an ihrer Umgebung zeigt.
Warum kann meine Katze im Herbst mehr schlafen?
Dass manche Katzen im Herbst gemütlicher werden, kann verschiedene Gründe haben. Meist ist es nicht ein einzelner Faktor, sondern eine Kombination aus verändertem Tageslicht, Temperaturen und Aktivität.
Die Tage werden kürzer
Im Sommer ist es morgens früh hell und abends lange freundlich. Im Herbst verändert sich das deutlich.
Auch Katzen nehmen diesen Wechsel wahr. Weniger Tageslicht kann zusammen mit anderen saisonalen Veränderungen dazu beitragen, dass sich ihre Ruhe- und Aktivitätszeiten etwas verschieben.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Katze im Oktober automatisch mehr schlafen muss.
Während die eine Katze schon beim ersten grauen Regentag den persönlichen Winterschlaf ausruft, interessiert eine andere der Jahreszeitenwechsel kaum.
Typisch Katze eben. 🐱
Draußen wird es ungemütlicher
Dieser Punkt betrifft besonders Freigänger.
Bei Sonnenschein gibt es draußen schließlich einiges zu erledigen: das Revier kontrollieren, durchs Gras schleichen, Vögel beobachten und natürlich überprüfen, ob sich beim Nachbarn irgendetwas Interessantes tut.
Bei Wind und Dauerregen?
Da sieht das Sofa plötzlich gar nicht mehr so schlecht aus.
Verbringt deine Katze weniger Zeit draußen, bewegt sie sich möglicherweise auch weniger und hat dadurch mehr Gelegenheit zum Dösen.
Bei Wohnungskatzen kann sich ebenfalls etwas verändern. Der Balkon wird seltener genutzt, Fenster bleiben häufiger geschlossen und draußen gibt es eventuell weniger zu beobachten.
Umso wichtiger wird im Herbst ein schöner Wechsel zwischen Ruhe und Beschäftigung.
Jetzt werden die gemütlichen Schlafplätze wieder interessant 🛏️
Im Sommer lag deine Katze vielleicht noch ausgestreckt auf den kühlen Fliesen.
Und jetzt?
Plötzlich werden Bett, Sofa, Kuscheldecke und der Platz neben der Heizung wieder heiß begehrt.
Katzen suchen sich ihre Ruheplätze sehr bewusst aus. Ein guter Schlafplatz sollte nicht nur bequem sein, sondern auch Sicherheit vermitteln und möglichst ungestört sein.
Manche Katzen möchten erhöht liegen und alles beobachten können. Andere verschwinden am liebsten in einer ruhigen Ecke. Und wieder andere möchten sich in ein weiches Bett kuscheln und den Kopf auf einem erhöhten Rand ablegen.
Mach aus dem Lieblingsplatz einen richtigen Herbstplatz 🍂
Beobachte einmal, wo deine Katze aktuell am häufigsten schläft.
Genau dort kannst du es ihr besonders gemütlich machen.
Statt das Katzenbett an einen Ort zu stellen, den du schön findest, lohnt es sich oft, den Platz zu wählen, den deine Katze ohnehin bevorzugt.
Eine ruhige Ecke neben dem Sofa? Perfekt.
Ein geschützter Platz im Schlafzimmer? Warum nicht?
Hauptsache, deine Katze fühlt sich dort wohl und liegt nicht dauerhaft in Zugluft.
Wenn du dafür noch einen kuscheligen Rückzugsort suchst, eignet sich beispielsweise unser quadratisches RINA Katzenbett. Die weiche Polsterung, das Innenkissen und der erhöhte Rand machen es besonders gemütlich zum Einkuscheln.
Und dann gilt:
Bett hinstellen – Katze entscheiden lassen.
Warum liegt meine Katze plötzlich ständig an der Heizung?
Es gibt einen ziemlich zuverlässigen Hinweis darauf, dass der Herbst begonnen hat:
Die Katze hat die Heizung wieder entdeckt.
Plötzlich wird die Fensterbank darüber zum Premiumplatz oder deine Katze liegt genau dort, wo die warme Luft ankommt.
Dass Katzen warme Plätze mögen, ist zunächst nichts Ungewöhnliches.
Trotzdem sollte deine Samtpfote jederzeit selbst entscheiden können, wann ihr der Platz zu warm wird. Sorge deshalb dafür, dass zusätzlich andere Schlafmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Ein Katzenbett muss übrigens nicht direkt an der Heizung stehen. Ein angenehm warmer, ruhiger und zugluftgeschützter Platz reicht vollkommen aus.
Achte außerdem darauf, dass sehr heiße Oberflächen nicht direkt erreichbar sind.
Und wenn die Heizung wieder regelmäßig läuft, darf auch das Lüften nicht fehlen. Am besten kurz und kräftig lüften und dabei natürlich Fenster und Türen katzensicher halten.
Mehr Schlaf bedeutet nicht: den ganzen Tag Langeweile
Wenn deine Katze bei schlechtem Wetter weniger draußen unterwegs ist, fehlt ihr möglicherweise ein Teil ihrer üblichen Beschäftigung.
Das bedeutet aber nicht, dass du jetzt ein tägliches Animationsprogramm organisieren musst.
Oft reichen schon kurze gemeinsame Momente.
Verstecke beispielsweise ein paar Leckerlis, lass deine Katze einem Spielzeug hinterherjagen oder stelle einen Karton zum Erkunden hin.
Und wenn sie danach wieder drei Stunden schlafen möchte?
Dann war die Beschäftigung offenbar anstrengend genug. 😸
Besonders schön ist es, die natürlichen Wachphasen deiner Katze zu nutzen. Wird sie abends plötzlich munter und flitzt durch die Wohnung, ist das ein guter Zeitpunkt für eine kleine gemeinsame Spielrunde.
Kratzen gehört ebenfalls zur Beschäftigung 🐾
Auch Kratzen ist ein ganz natürliches Katzenverhalten.
Dabei geht es nicht nur um die Krallenpflege. Kratzmöglichkeiten gehören für viele Katzen einfach zu ihrem Alltag und können besonders an Tagen interessant sein, an denen draußen nicht viel passiert.
Dafür kannst du beispielsweise ein Kratzbrett an einem Ort platzieren, an dem sich deine Katze häufig aufhält.
Unser RINA Kratzbrett besteht aus einem Holzrahmen mit austauschbarer Kratzpappe und lässt sich durch sein schlichtes Design auch gut im Wohnbereich stehen lassen.
Und vielleicht bleibt dadurch sogar das Sofa etwas uninteressanter. 😉
Herbstzeit ist auch Fellwechselzeit
Vielleicht bemerkst du den Herbst nicht nur daran, dass deine Katze mehr schläft.
Sondern auch daran, dass plötzlich gefühlt überall Haare liegen.
Auf dem Sofa. Auf der Kleidung. Im Katzenbett.
Und natürlich genau auf dem frisch gewaschenen schwarzen Pullover. 😅
Viele Katzen wechseln im Herbst ihr Fell. Dabei können vermehrt lose Haare entstehen, die deine Katze bei ihrer eigenen Fellpflege teilweise aufnimmt.
Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Haare aus dem Fell zu entfernen.
Wie oft das notwendig ist, hängt von Felllänge und Fellstruktur deiner Katze ab. Langhaarkatzen benötigen häufig intensivere Pflege als Kurzhaarkatzen.
Wenn deine Katze Bürsten mag, kannst du daraus sogar ein kleines gemeinsames Herbstritual machen.
Ein paar Minuten Fellpflege, ein bisschen Aufmerksamkeit – und danach darf wieder weitergeschlafen werden.
Frisches Wasser ist nicht nur im Sommer wichtig 💧
Wenn es draußen kühler wird, verschwindet das Thema Trinken bei vielen Katzenhaltern etwas aus dem Blick.
Dabei sollte frisches Wasser selbstverständlich das ganze Jahr über zur Verfügung stehen.
Wechsle das Wasser regelmäßig und beobachte, welche Trinkplätze deine Katze bevorzugt. Manche Katzen mögen mehrere Wassernäpfe an unterschiedlichen Orten.
Auch bei der Napfform haben Katzen unterschiedliche Vorlieben. Manche bevorzugen breite, eher flache Näpfe, bei denen ihre Schnurrhaare möglichst wenig am Rand anstoßen.
Dafür eignet sich beispielsweise auch unser flacher RINA Silikonnapf, der sowohl für Wasser als auch für Nass- und Trockenfutter verwendet werden kann.
Schläft meine Katze im Winter dann noch mehr?
Wenn der Herbst langsam in den Winter übergeht, werden die Tage noch kürzer und die Temperaturen sinken weiter.
Auch dann kann sich der Alltag mancher Katzen erneut verändern.
Freigänger bleiben eventuell häufiger im Haus, während warme Schlafplätze für viele Katzen noch interessanter werden.
Eine allgemeine Regel nach dem Motto „Winter = mehr Schlaf“ gibt es jedoch nicht.
Manche Katzen werden deutlich gemütlicher, andere behalten ihren gewohnten Rhythmus nahezu unverändert bei.
Alter, Gesundheit, Aktivität und individuelle Gewohnheiten spielen eine viel größere Rolle als die Jahreszeit allein.
Wann ist viel Schlaf nicht mehr nur gemütlich?
Dieser Abschnitt ist mir besonders wichtig.
Mehr Dösen im Herbst kann völlig harmlos sein. Eine plötzliche starke Veränderung solltest du allerdings nicht automatisch mit dem Wetter erklären.
Du kennst deine Katze und ihre Gewohnheiten am besten.
Achte deshalb darauf, wie sie sich verhält, wenn sie wach ist.
Hellhörig solltest du werden, wenn deine Katze zusätzlich:
deutlich weniger frisst oder trinkt,
kaum Interesse an ihrer Umgebung zeigt,
sich ungewöhnlich stark zurückzieht,
plötzlich nicht mehr spielen möchte,
Probleme beim Aufstehen oder Laufen hat,
erbricht oder Durchfall bekommt,
auffällig oder angestrengt atmet oder
ungewöhnlich schwach und teilnahmslos wirkt.
Dann sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Es geht also weniger darum, ob deine Katze heute zwei Stunden länger auf dem Sofa verbracht hat.
Viel entscheidender ist eine deutliche Veränderung gegenüber ihrem normalen Verhalten.
So könnte ein gemütlicher Herbsttag aussehen 🍁
Morgens wird erst einmal ausgiebig gestreckt. Danach gibt es frisches Wasser und Frühstück.
Vielleicht folgt eine kleine Spielrunde – oder auch nicht. Schließlich entscheidet hier immer noch die Katze. 😸
Während du deinen Alltag erledigst, wird der Lieblingsplatz bezogen und ein ausgedehntes Nickerchen gemacht.
Später gibt es etwas Beschäftigung, vielleicht eine kleine Runde am Kratzbrett und während des Fellwechsels ein paar Bürstenstriche.
Abends wird noch einmal gespielt und anschließend?
Zurück ins Bett.
Ein guter Katzenalltag muss nicht spektakulär sein. Gerade im Herbst darf es ruhig etwas gemütlicher werden.
Der Herbst darf gemütlich sein 🍂🤎
Vielleicht schläft deine Katze im Herbst tatsächlich ein bisschen mehr. Vielleicht sieht es aber auch nur danach aus, weil sie ihre Nickerchen jetzt lieber mitten auf dem Sofa statt irgendwo draußen hält.
Beides kann dazugehören.
Viel wichtiger als die genaue Anzahl ihrer Schlafstunden ist, dass deine Katze auch während der kühleren Jahreszeit alles bekommt, was sie braucht: einen gemütlichen Rückzugsort, frisches Wasser, Bewegung, Beschäftigung, Fellpflege und natürlich ganz viel Ruhe.
Beobachte ihre Gewohnheiten und lass sie selbst entscheiden, ob heute gespielt, gekratzt oder einfach nur geschlafen wird.
Denn wenn draußen der Regen gegen die Fenster prasselt und es drinnen schön warm ist, haben unsere Katzen vielleicht ohnehin die beste Idee:
Lieblingsplatz suchen, einkuscheln und den Herbst genießen. 🍂🐱
Häufige Fragen zum Schlafverhalten von Katzen
Schlafen Katzen im Herbst wirklich mehr?
Manche Katzen verbringen im Herbst mehr Zeit mit Ruhen und Dösen. Kürzere Tage, kühlere Temperaturen und Veränderungen bei der täglichen Aktivität können dabei eine Rolle spielen. Das trifft jedoch nicht automatisch auf jede Katze zu.
Wie viel Schlaf ist bei einer Katze normal?
Katzen verbringen von Natur aus einen großen Teil des Tages mit Schlafen und Dösen. Wie viel Ruhe eine Katze benötigt, hängt unter anderem von Alter, Gesundheit und Aktivitätsniveau ab. Wichtiger als eine bestimmte Stundenanzahl ist deshalb, ob sich das gewohnte Verhalten plötzlich verändert.
Warum sucht meine Katze im Herbst ständig warme Plätze?
Mit sinkenden Temperaturen werden warme und geschützte Ruheplätze für viele Katzen attraktiver. Deshalb können Katzenbett, Sofa, Decken oder Plätze in Heizungsnähe plötzlich wieder besonders beliebt sein.
Soll ich meine Katze wecken, wenn sie tagsüber viel schläft?
Normalerweise nicht. Lass deine Katze möglichst selbst zwischen Ruhe und Aktivität wechseln. Für gemeinsames Spielen eignen sich die Phasen, in denen sie von sich aus wach und aufmerksam ist.
Warum ist meine Katze abends plötzlich so aktiv?
Viele Katzen sind besonders in der Dämmerung aktiv. Hat deine Katze tagsüber viel geruht, kann ihre Energie am Abend zusätzlich auffallen. Eine kleine gemeinsame Spielrunde ist dann eine schöne Beschäftigung.
Wann sollte ich wegen des vielen Schlafens zum Tierarzt?
Wenn deine Katze plötzlich deutlich mehr schläft als gewöhnlich und gleichzeitig beispielsweise weniger frisst, ungewöhnlich schwach wirkt, sich stark zurückzieht, Probleme bei der Bewegung hat oder andere Beschwerden zeigt, solltest du tierärztlichen Rat einholen.